Forex Online Geheimnisse

Trendlinien und Ideale Ein-und Ausstiegsmomente

Wenn Sie als Trader am Forex-Markt erfolgreich agieren wollen, brauchen Sie das geeignete Werkzeug, um den Markt schnell und sicher zu analysieren. Die einfachsten Werkzeuge oder die sogenannten Tools sind die Widerstands- beziehungsweise Unterstützungslinien und die Trendlinien. Mit ihrer Hilfe bringen Sie sehr schnell eine Struktur in den Kursverlauf, können die entscheidenden Punkte herausarbeiten und ersehen, wann Sie in den Handel ein- oder aussteigen, das heißt einen Trade machen wollen.

Betrachten wir den Kursverlauf, dann stellen wir fest, dass er nie geradlinig verläuft, sondern immer in Zacken. Zeigt die Spitze einer Zacke nach oben, dann sprechen wir von einem Reaktionshoch, zeigt sie nach unten, dann haben wir es mit einem Reaktionstief zu tun. Beides sind Wendepunkte, an denen der Kurs vorübergehend eine andere Richtung einnimmt.

Der psychologische Hintergrund eines Reaktionshochs ist, dass sich die Trader anhand ihrer Charts an den Hochpunkten der Vergangenheit orientieren. Hat der Kurs an diesem Punkt schon ein- oder schon mehrere Male seine Richtung geändert, dann gehen die Trader davon aus, dass er es wieder tut. Also, will jeder an diesem Punkt einen Gewinn mitnehmen und der Run auf den Verkauf beginnt. Der Kurs fällt, es entsteht eine Zacke mit der Spitze nach oben.

Beim Reaktionstief verhalten sich die Trader umgekehrt. Gab es im Chart bereits entsprechende Tiefpunkte in der Vergangenheit, werden sich viele Trader entschließen, nun zu einem günstigen Kurs zu kaufen, der Kurs steigt wieder und bildet eine Spitze nach unten aus.

Widerstand- und Unterstützungslinien

Damit man sich in einem Chart diese neuralgischen Punkte der Vergangenheit nicht dauernd mühsam zusammensuchen muss, um den gegenwärtigen Kursverlauf zu beurteilen, zieht man durch solche Punkte waagerechte Linien:

– Die Widerstands- oder Resistancelinie verläuft durch einen Hochpunkt und heißt so, weil sich der Kurs an dieser Stelle dreht und sich wieder abwärts bewegt. Man könnte auch sagen, der Kurs wird an dieser Linie abgewehrt, weil er in diesem Moment nicht weiter steigt.

– Die Unterstützungs- oder auch Supportlinie genannt, verläuft durch einen Tiefpunkt. Auch hier dreht sich der Kurs, er beginnt nämlich ab hier wieder zu steigen.

Je mehr solche markanten Wendepunkte auf einer Widerstands- beziehungsweise Unterstützungslinie liegen, umso aussagekräftiger wird sie. Bewegt sich beispielsweise der Kurs von unten auf eine Widerstandslinie zu, dann ist es nach der Psychologie der Trader sehr wahrscheinlich, dass diese Aufwärtsbewegung bald zum Stillstand kommt, weil viele Trader nun short gehen und ihre Position zu einem Höchstwert zu verkaufen.

Entsprechend umgekehrt verhält es sich, wenn sich der Kurs von oben der Unterstützungslinie nähert. Dann ist wieder bei den meisten Tradern „kaufen“ angesagt und sie gehen long, weil man günstig einkauft, wenn der Kurs im Keller ist.

Natürlich verhält sich der Kurs nicht immer, wie man es erwartet und durchbricht auch schon mal die Widerstandslinie. Das ist das Zeichen, dass der Kurs weiter steigen wird. Aber auch im umgekehrten Falle, kann es passieren, dass der Kurs unter die Unterstützungslinie weiter abfällt, und die Trader in einem panikartigen Zustand nun ihre Positionen loswerden wollen. Der Kurs sinkt weiter.

Ist der Kurs nach dem Durchbruch relativ weit von der entsprechenden Linie abgewichen, dann besagt eine Regel:

– Eine Widerstandslinie wandelt sich in eine Unterstützungslinie, wenn sie

durchbrochen wurde

– Eine Unterstützungslinie wandelt sich in eine Widerstandslinie, wenn sie

durchbrochen wurde.

Bevor Sie nun mit dem Traden loslegen, sollten Sie sich den letzten markanten Hochpunkt aus dem Chart heraussuchen und dort eine Widerstandslinie einzeichnen. Ebenso suchen Sie den letzten aussagekräftigen Tiefpunkt und zeichnen dort die Unterstützungslinie ein. Nun können Sie die beiden Linien nach links in die Vergangenheit verlängern und genau analysieren, ob es früher schon mal an dieser Stelle Wendepunkte gab oder, ob sich der Kurs dort in auffallender Seitwärtsbewegung nicht entschließen konnte, welche Richtung er eigentlich einschlagen sollte.

Gab es mehrere solcher Wendepunkte auf oder in der Nähe der Linien, dann ist sie sehr bedeutend und Sie sollten sie am besten „fett“ einzeichnen. Und wenn Sie die Psychologie der Trader kennen, dann sind Sie sicherlich auch nicht sonderlich überrascht, wie viele solcher Wendepunkte sich in der Nähe Ihrer Linie auffinden lassen.

Trendlinien

Was ist ein Trend? Einen Trend haben wir, wenn viele Leute das Gleiche tun. Es ist also eine Bewegung, eine Marschrichtung, von der man annimmt, dass sie in Zukunft so weiter geht.

Bezogen auf Forex nehmen wir demnach Kurswerte der Vergangenheit, um Aussagen für die Zukunft zu treffen und bekommen so drei verschiedene Trends: den Aufwärtstrend, den Seitwärtstrend und den Abwärtstrend.

Wir haben es mit einem Aufwärtstrend zu tun, wenn viele Trader ein und dieselbe Währung kaufen, der Kurs steigt. Im Fachjargon ausgedrückt heißt das: Der Markt macht höhere Hochpunkte und höhere Tiefpunkte (Higher Highs und Higher Lows).

Entschließen sich viele Trader jedoch zum Verkauf dieser Währung, dann stellen wir einen Abwärtstrend fest, der Kurs fällt. Wir beobachten dann fallende Hoch- und ebenfalls fallende Tiefpunkte (Lower Highs und Lower Lows).

Kann sich der Kurs nicht entscheiden ob er steigen oder fallen möchte, dann haben wir einen Kursverlauf im Seitwärtstrend, und zwar in einer waagerechten Bandbreite innerhalb der Widerstands- und Unterstützungslinien, die vom Kurs weder nach oben noch nach unten durchbrochen werden.

Einzeichnen der Trendlinien

Wenn Sie die Trendlinien in Ihren Chart einzeichnen möchten, dann verbinden Sie bei einem Aufwärtstrend mindestens zwei Tiefpunkte, also zwei nach unten gerichtete Spitzen des Kurses miteinander und verlängern diese Linie dann in die Zukunft. Steigende Trendlinien setzt man immer von unten an den Kurs an. Berührt der Kurs noch einmal diese Trendlinie, dann wird aus dieser „Versuchstrendlinie“ eine richtige Trendlinie und Sie wissen, dass der Trend richtig ist.

Wenn der Kurs fällt, dann legen Sie die fallende Trendlinie an mindestens zwei Hochpunkte, also, zwei nach oben gerichtete Spitzen an und verbinden diese. Fallende Trendlinien werden an den Kurs von oben angesetzt. Berührt der Kurs die Linie noch einmal, dann haben wir wieder eine bestätigte Trendlinie.

Generell gilt: Eine Trendlinie ist umso bedeutender, je mehr Berührungspunkte sie aufweist und je länger sie besteht.

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Chart-Beispiele

Der richtige Einstiegspunkt

Sobald eine Trendlinie drei Berührungspunkte aufweist, haben wir es nicht nur mit einer guten Trendlinie zu tun, sondern wir haben auch den richtigen Einstiegsmoment, um eine Order abzusetzen.

Einstieg und Ausstieg bei steigender Trendlinie

Betrachten wir als erstes die steigende Trendlinie und warten, bis der Kurs die Trendlinie ein drittes Mal berührt. Genau zu diesem Zeitpunkt setzen wir eine Order ab, und zwar auf „BUY“. Nun lassen wir den Kurs laufen.

Irgendwann wird er unsere steigende Trendlinie wieder berühren, dann stellen wir die Position glatt, das heißt wir steigen aus. Steigt der Kurs jedoch – entgegen unserer Annahme -weiter nach oben, steigen wir sofort wieder ein.

Wo steigt man aus?

Irgendwann wird der Kurs schwächeln, nicht mehr permanent steigen und Probleme haben, eine gedachte waagrechte Linie nach oben zu durchstoßen. Der Kurs stößt hier offenbar auf einen Widerstand. Hier lassen wir die Position wieder los und zeichnen umgehend eine Widerstandslinie ein.

Haben wir nicht richtig aufgepasst und diesen Ausstieg verpatzt, dann wird es höchste Zeit, die Position glatt zu stellen, sobald der Kurs die Trendlinie berührt oder durchbricht.

Fällt der Kurs weiter, werden wir sofort wieder eine Order absetzen, und zwar jetzt auf „SELL“. Solange der Kurs fällt bleiben wir natürlich dran. Beginnt er zu schwächeln und macht er den Anschein wieder steigen zu wollen, lassen wir die Position los und stellen sie sofort glatt.

Einstieg und Ausstieg bei fallender Trendlinie

Nähert sich der Kurs unserer fallenden Trendlinie das dritte Mal und berührt sie, dann setzten wir in diesem Moment unsere Order ab,  und zwar auf „SELL“, also Verkauf.

Wo steigt man aus?

Fällt der Kurs weiter, lassen wir laufen. Nähert er sich aber unserer Trendlinie, dann werden wir aussteigen, sobald er diese berührt. Natürlich steigen wir auch aus, wenn wir bemerken, dass der Kurs weniger zu fallen beginnt, sozusagen schwächelt, auf eine gedachte oder bereits vorhandene Unterstützungslinie trifft und dort den Anschein erweckt, dass er jetzt wieder zu steigen beginnt.

Haben wir den Ausstieg verpasst, dann warten wir, bis der Kurs wieder unsere Trendlinie berührt und stellen dann unsere Position glatt.

Fazit

Der ideale Einstiegsmoment

Wir haben auch gute Einstiegsmomente, wenn der Kurs unsere Trendlinie durchbricht. Dann setzen wir unsere Order immer gegen die Trendlinienrichtung:

– durchbricht der Kurs die steigende Trendlinie, setzen wir auf „fallend“, also Sell

– durchbricht er die fallende Trendlinie, setzen wir auf „steigend“ also Buy

– oder wie bereits erwähnt, immer dann, wenn der Kurs die Trendlinie das dritte Mal berührt und von ihr abgewiesen wird. Da gehen wir bei steigender Trendlinie auf „BUY“ und bei fallender auf „SELL“

Der ideale Ausstiegsmoment

– ist, wenn der Kurs unsere Trendlinie erneut berührt oder durchbricht

– ist, wenn der Kurs in der Nähe einer Widerstandslinie/Unterstützungslinie sich aufhält und er Mühe hat, diese zu durchstoßen

– ist, wenn wir es mit schlagartigen Kursveränderungen zu tun haben und wir anhand unserer Technischen Analyse ganz andere Annahmen hatten, als sie uns der reale Markt nun diktiert.

Diese Ein- und Ausstiegsmomente im Schlaf zu beherrschen, ist die Vorraussetzung, um erfolgreiche Trades abzusetzen. Und das braucht enorme Übung, und zwar an einem Demo-Konto, damit Sie nicht schon Pleite sind, bevor Sie das eigentliche Trading-Handwerk beherrschen. Denken Sie immer daran, manchmal können Trades nur Sekunden dauern, wenn der Markt sehr volatil ist, wenn Sie da nicht aus dem FF Ihr Handwerk beherrschen, weist Ihr Konto nicht sehr lange schwarze Zahlen auf.

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Comments (1)

Othmar VogtJanuary 11th, 2013 at 8:51 am

Vielen Dank, eine ausgezeichnete Information – gut visualisiert mit Charts, leicht verständlich.

Herzliche Grüsse Othmar Vogt

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