Forex Online Geheimnisse

Was ist der Forex Markt?

Forex oder FX ist die Abkürzung von „Foreign Exchange“ und heißt auf Deutsch Devisen. Folglich ist der FX-Markt oder der Forex-Markt der Markt, an dem die fremdländischen Währungen getauscht werden.

Also, angenommen Sie finden, dass die amerikanische Wirtschaft nun lange genug am Boden lag und Sie glauben, dass es derzeit ausreichend Anzeichen gibt, die darauf hindeuten, dass die USA vor einem Wirtschaftsaufschwung steht. Da möchten Sie vielleicht mitmischen, am besten im Immobilienmarkt, weil der eine gute Rendite verspricht. Sie möchten also etwas kaufen. Damit Sie in den USA aber auf Shoppingtour gehen können, brauchen Sie Dollar. Folglich tauschen Sie Euro gegen Dollar. Die Folge ist: Der Dollar geht rauf, der Euro runter, zumindest theoretisch. Und wenn das nun viele tun, verzeichnen wir einen Trend. Da Trends sich aber ebenso schnell ändern wie Meinungen, ändern sich auch die Währungen, manchmal im Sekundentakt. Und diese Schwankungen nützen viele, auch private Händler gerne zu ihren Gunsten aus. Sie spekulieren auf Steigen oder Fallen einer Währung und sahnen dann ab, wenn sie richtig lagen.

Wie Sie sehen ist der Devisen- oder Forex-Markt, ein Markt wie jeder andere, auf dem sich die unterschiedlichsten Käufer und Verkäufer treffen, um miteinander zu handeln. Er ist der größte Finanzmarkt der Welt und bietet den Tradern eine hohe Liquidität, eine transparente Preisentwicklung, geringe Trading-Kosten und eine kalkulierbare Volatilität (Schwankungsbereich während eines bestimmten Zeitraums).

Der Devisenhandel war und ist immer noch die Domäne der Banken, deshalb nennt man ihn auch den Interbanken-Markt. Aber seit Mitte der neunziger Jahre, bieten gewisse Broker auch privaten Händlern den problemlosen Zugang zu diesem faszinierenden Markt an. Will man auf diesem Markt mitmischen, muss man wissen, wer die anderen sind und weshalb sie sich auf diesem Markt tummeln. Denn nur wer die Interessen und Zielsetzungen der anderen Marktteilnehmer kennt, kann die Reaktionen auf Nachrichten und die Schwankungen am Devisenmarkt einschätzen und verstehen.

Unternehmen

Unternehmen, die einen großen Teil ihres Umsatzes über den Import- und Exporthandel machen, sind von Wechselkursschwankungen betroffen. Es gibt Ausnahmen, aber die meisten wollen absolut kein Risiko und keine Spekulation mit einer Fremdwährung. Sie wollen nur die Fremdwährung in die eigene Landeswährung tauschen. Wann und zu welchen Bedingungen das geschieht, hat oft einen großen Einfluss auf ihre Jahresbilanz. Ihre Transaktionen sind daher fundamental und ihre Motivation ist langfristig begründet.

Geschäftsbanken

Da die Unternehmen keinen direkten Zugang zu den Fremdwährungen und dem Devisenhandel haben, müssen sie über Banken. Der Banken sind viele und alle am tauschen interessiert. Sie spielen die zentrale Rolle. In einem losen Netzwerk sind sie miteinander verbunden und stellen den so genannten Interbanken-Markt dar. Ihre hauptsächlichen Interessen sind:
– sie stellen einen Markt und sind Market Maker
– sie erledigen Aufträge
– sie betreiben Eigenhandel.

Market Maker

Ein Market Maker stellt den An- und Verkaufskurs zu dem er bereit ist zu handeln und handelt auf eigenes Risiko und Rechnung. Banken und Broker sind Market Maker. Ihnen obliegt es also durch das Quotieren der Wechselkurse Liquidität bereitzustellen. Ihr Profit ist die Differenz zwischen den Quotierungen, die sie im Interbanken-Handel bekommen und die sie an ihre Kunden weitergeben. Market Maker sind vor allem die Global Players wie: J.P Morgan Chase, Barclays, Citibank, Union Bank of Switzerland (UBS), Royal Bank of Scotland (RBS), HSBC, Goldman Sachs, Bank of America, Deutsche Bank und andere. Sie erzielen gerne Profit aus kurzfristigen Positionen und Arbitragegeschäften, das heißt bei Geschäften, bei denen sie die Preisunterschiede ausnutzen können.

Proprietary Trader/Proptrader

Der Proptrader ist mit einem privaten Händler vergleichbar und will mit seinem eingesetzten Kapital eine möglichst hohe Rendite, einen tollen Gewinn erwirtschaften. Seine Geschäfte sind kurzfristig, sie dauern manchmal nur Minuten, manchmal Tage. Im Gegensatz zum privaten Trader riskiert er aber nicht sein eigenes Kapital, sondern das der Bank, bei der er angestellt ist. Die zahlt ihm ein Gehalt und eine Beteiligung am Gewinn. Macht er Verlust, übernimmt es komplett die Bank.

Broker

Broker sind Mittelsmänner für all diejenigen, die keinen direkten Zugang zum Interbanken-Markt haben. Zu Ihren Kunden können auch Banken zählen. Die Broker erzielen ihre Einnahmen durch eine Maklergebühr, sie spekulieren nicht auf eigene Rechnung. Die großen elektronischen Broker sind Reuters Dealing und EBS.

Die Broker, die den Handel im privaten Sektor anbieten, sind ein anderes Kaliber. Sie sind keine Vermittler wie die eben erwähnten professionellen, sondern sie sind direkter Handelspartner oder Gegenspieler ihrer privaten Kundschaft. Sie finanzieren ihren Lebensunterhalt durch den Spread, den der private Trader immer bezahlen muss.

Zentralbanken

Die Zentralbanken oder Notenbanken gebärden sich manchmal als Platzhirsche auf dem Forex-Parkett. Allen voran die US-Notenbank FED (Federal Reserve Bank), die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of Japan (BoJ). Allen Beschwichtigungen zum Trotz, sind die Notenbanken kurzfristig sehr wohl in der Lage die Wechselkurse zu beeinflussen. Und wenn es der heimischen Wirtschaft nützt, schrillen dort zuallererst die Alarmglocken. Der Internationale Währungsfond (IWF) verbietet zwar die „Manipulation“ der Wechselkurse, aber wo ist die Grenze zwischen einer begründeten Interventionstätigkeit und einer Manipulation?

Laut IWF-Abkommen soll sogar auf dem Devisenmarkt interveniert werden, wenn die Abweichung des Marktpreises zum Inneren Wert der Währung zu groß ist. Da heißt es Wirtschaft, Politik und Stimmung des jeweiligen Landes im Auge zu behalten. Langfristig lassen sich Marktendenzen jedoch durch eine Interventionspolitik nicht unterdrücken, weil Stützungskäufe oder Verkäufe schon mal ans Eingemachte gehen.

Kapitalgesellschaften

Versicherungs-, Investitions- und Trustgesellschaften wollen am Devisenmarkt-Markt Währungen tauschen. Hedge-Fonds dagegen spekulieren gerne auf die Kursänderungen. Der bekannteste Spekulant ist vermutlich der Wahlamerikaner George Soros, der am 16. September 1992 auf die Abwertung des britischen Pfunds spekulierte und dabei eine Milliarde US-Dollars machte.

Privatpersonen

Privatpersonen haben im Forex-Markt noch keine lange Tradition. Was früher den großen Banken oder den Reichen vorbehalten war, kommt erst langsam in den Köpfe der Privatpersonen an. Denn ohne Internetzugang war es ihnen schlicht nicht möglich am Devisenhandel teilzuhaben. Seit dem Einzug der elektronischen Handelsplattformen wie EBS, bieten nun Broker ihre Dienste an und lassen jeden der möchte am Spiel der Großen teilhaben.

Comments (2)

ForexSeptember 25th, 2009 at 12:57 pm

Für mich ist der Forexmarkt sehr fazinierent aber auch schwer. Ich versuche mich gerade mit der Materie bekannt zu machen und muss sagen dein Blog gefällt mir sehr. Er bietet mir viele hilfreiche informationen.

Mach weiter so

[…] kann man mit der entsprechenden Software und dem nötigen Können im Devisenhandel ganz gutes Geld verdienen. Das hängt aber nicht nur von der Software ab, sondern vor allem auch […]

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